Der Staudenknöterich breitet sich rasant aus und beschädigt immer häufiger Straßen. Um die Sicherheit auf Autobahnen zu gewährleisten, arbeitet die Autobahn GmbH nun mit Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Rostock zusammen.
Problempflanze mit rasantem Wachstum
Obwohl der Staudenknöterich keine Dornen besitzt, ist er für die Autobahn GmbH ein Dorn im Auge. Die Pflanze kann mehrere Meter groß werden und täglich bis zu 30 Zentimeter wachsen. Verdeckte Straßenschilder oder Straßenschäden sind keine Seltenheit.
Die Autobahn GmbH hat die Forscher beauftragt, herauszufinden, wo und wie sich der Staudenknöterich ausbreitet. Dazu sollen Daten von der Straße, aus Helikoptern und Satelliten genutzt werden.
KI soll die Pflanze erkennen
Die Wissenschaftler setzen auf Künstliche Intelligenz, die mit Aufnahmen von der Straße, aus Hubschraubern oder Satellitenbildern gefüttert wird. Langfristig soll die KI den Staudenknöterich zwischen anderen Pflanzen an der Autobahn identifizieren. Das Ziel sei es, die Pflanze deutschlandweit zu erfassen, sagt Florian Männer vom Fraunhofer Institut.
Das Projekt befindet sich noch in der Testphase. Die Forscher hoffen, dass die KI in drei bis fünf Jahren den Staudenknöterich überall erkennen kann.
Bekämpfung als nächster Schritt
Der nächste Schritt ist die Bekämpfung. „Das, was natürlich am besten hilft, ist Ausgraben“, erklärt Florian Männer. Das sei jedoch nur bei kleinen Beständen möglich. Auch chemische Mittel wären ein Ansatz, um den Staudenknöterich von den Autobahnen zu entfernen und so für eine sichere Fahrt zu sorgen.