Vollsperrung in Langhagen: Brücke über Bahnstrecke wird abgerissen
Vollsperrung in Langhagen: Brücke über Bahnstrecke weg

Die Landesstraße 11 zwischen Teterow und Krakow am See wird im August an einer zweiten Stelle voll gesperrt. Nach der Brückensperrung in Kuchelmiß folgt nun die Brücke über die Bahnstrecke Neustrelitz–Rostock am Ortsrand von Langhagen. Von Montag, 3. August, bis voraussichtlich Donnerstag, 20. August, ist die Überführung dicht, wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mitteilt.

Neubau parallel zur alten Brücke

Die 63 Jahre alte Brücke ist stark sanierungsbedürftig und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Das Straßenbauamt Stralsund und die Deutsche Bahn bereiten den Neubau vor. Die neue Brücke entsteht parallel zur bestehenden Überführung, sodass der Verkehr während der Bauzeit weitgehend über die alte Brücke geführt werden kann.

Die Vollsperrung wird zu Beginn der Hauptarbeiten nötig. In diesem Zeitraum wird die Trägerbohlwand hergestellt. Für das Einbringen der langen und schweren Stahlträger ist Großgerät erforderlich, das die gesamte Fahrbahnbreite beansprucht. Eine halbseitige Verkehrsführung ist in dieser Phase nicht möglich.

Umleitung und Einschränkungen

Die Umleitung wird ausgeschildert. Sie verläuft im Zusammenhang mit der bestehenden Verkehrsführung im Bereich Kuchelmiß über Teterow (L 11), Güstrow (B 104) und Hoppenrade (L 37) sowie in Gegenrichtung. Zudem ist die Nutzung der A 19 zwischen den Anschlussstellen Krakow am See und Güstrow möglich.

Nach Ende der Vollsperrung wird der Verkehr im Baustellenbereich halbseitig mit Ampelregelung über die Brücke geführt. Der Zugang zum Bahnsteig bleibt jederzeit offen. Ab Montag, 3. August, stehen auch die Parkflächen im Bereich des Brückenbauwerks für die gesamte Bauzeit nur eingeschränkt zur Verfügung. Ersatzparkplätze befinden sich südwestlich der Brücke am Sportplatz.

Hintergrund und Ausblick

Die Brücke muss wegen ihres schlechten Zustands und neuer Anforderungen an die Tragfähigkeit ersetzt werden. Die L 11 verbindet unter anderem ein Kieswerk und eine Bodenwaschanlage mit der A 19; der Schwerverkehrsanteil ist hoch. Zum Gesamtprojekt gehören neben dem Brückenneubau auch Straßenbauarbeiten, Anpassungen an den Bahnanlagen, ein neuer Gehweg mit Beleuchtung sowie Artenschutzmaßnahmen und Baumpflanzungen. Die ökologische Baubegleitung hat das Baufeld nach der Umsiedlung von Zauneidechsen freigegeben.

Nach Fertigstellung wird der Verkehr auf die neue Brücke verlegt, anschließend wird das alte Bauwerk abgebrochen. Die Baumaßnahme soll bis Januar 2028 abgeschlossen sein.