39 Forstwirte aus Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. 29 von ihnen erhielten ihre Zeugnisse auf dem Gelände in Güstrow-Bockhorst. Sie alle sind nun für die aktive Gestaltung der Wälder des Landes mit zuständig.
Feierliche Freisprechung
„Der heutige Tag ist ein Meilenstein in Ihrem Leben. Seien Sie stolz auf die Freisprechung“, sagte Staatssekretär André Konsolke in seinem Grußwort. Drei Jahre beziehungsweise nach vorherigem Abitur zwei Jahre lang haben die Frauen und Männer gelernt, was ein Forstwirt wissen muss.
Dazu gehören Motorkettensägen-Kunde, das Begründen und Verjüngen des Waldes sowie Naturschutz und das Ernten von Bäumen. „Natürlich gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit oder auch das Pflegen von Wanderwegen dazu“, erklärt Martin Doliwa, Forstwirtschaftsmeister im Forstamt Güstrow.
Ausgezeichnete Absolventen
Jost Göritz, bester Absolvent, hat im Forstamt Güstrow gelernt und ist mit seiner Ausbildung sehr zufrieden. Dass er diese Berufsrichtung einschlägt, war für ihn schnell klar. „Ich bin generell sehr gern im Wald unterwegs, habe viel mit Holz gearbeitet“, erzählt er. Sein Plan für die Zukunft steht fest: „Erst einmal arbeite ich als Forstwirt und möchte später irgendwann die Ausbildung zum Forstwirtschaftsmeister absolvieren“, fügt er an.
Finn Nowack aus Schwaan hat mit zwei weiteren Forstwirten das zweitbeste Abschluss-Ergebnis erzielt. Er wird weiterlernen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und nun werde ich Forstwirtschaft in Wien studieren“, verrät er.
Zwei Frauen unter den Absolventen
Zwei Frauen erhielten im Reigen vieler Männer ihre Zeugnisse am Freitag. Dazu gehörte Vanessa Kröger aus Glambeck (zwischen Neukloster und Bützow). „Mein Vater hat ein Forstunternehmen und ich konnte im Forstamt Schlemmin meine Ausbildung absolvieren“, sagt sie. Schon als Kind habe sie sich für diese Arbeit interessiert. „Das war mein Traum und der ist nun verwirklicht worden“, freut sie sich.
Zukunft der Forstwirtschaft
Ein großer Tag für die Forstwirtschaft des Landes, denn viele der Absolventen werden in der Landesforst in Mecklenburg-Vorpommern bleiben, sagt Martin Dolina. Andere arbeiten in Privatbetrieben, die auch ausbilden, oder gehen zum Studium. Bei Forstwirten gibt es offenbar genügend Bewerber: „Wir sind sehr glücklich, haben im Jahr etwa 300 Bewerber“, so der Forstwirtschaftsmeister weiter. Er hofft, dass dies auch künftig so bleibt.
Denn es ist eine wichtige Arbeit, die von den Mitarbeitern der Forstämter ausgeübt wird. „Es ist auch Verpflichtung, dem Wald zu dienen“, wurde immer wieder betont.