Nach Explosion in Schwerin: Ursache weiter unklar, elf Mieter betroffen
Explosion in Schwerin: Ursache weiter unklar

Eine Woche nach der Explosion in der Schweriner Feldstadt sind die wichtigsten Fragen weiterhin offen. Das beschädigte Haus in der Brunnenstraße 21/Ecke Seestraße bleibt gesperrt, elf Mieter können nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Ermittler haben einen technischen Defekt bislang nicht feststellen können, doch die Ursache der Explosion ist weiter ungeklärt. Auch die Identität des Toten ist noch nicht abschließend geklärt.

Ermittlungen ohne Ergebnis zur Ursache

Was die Explosion ausgelöst hat, ist weiterhin unklar. Eine zuvor diskutierte mögliche Verpuffung durch einen Propangaskocher ist bislang nicht bestätigt. In sozialen Netzwerken wird unter Anwohnern über einen möglichen Zusammenhang mit Gasleitungen spekuliert, doch dafür gibt es nach aktuellem Stand keine belastbaren Hinweise. Die Ermittlungsbehörden machen mit Blick auf die laufenden Untersuchungen derzeit keine weiteren Angaben zur möglichen Ursache.

Identität des Toten noch nicht geklärt

Die Identität des Mannes, der nach der Explosion und dem anschließenden Brand tot im Gebäude gefunden wurde, ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen eine Obduktion und möglicherweise eine DNA-Untersuchung Gewissheit bringen. Damit ist auch unklar, ob es sich bei dem Verstorbenen tatsächlich um den Bewohner der Brandwohnung handelt.

Spendenaktionen für betroffene Mieter

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter, während die betroffenen Mieter ihren Alltag neu organisieren müssen. Das Haus ist nach Angaben der Stadt nicht einsturzgefährdet, aber die Wohnungen können wegen der Brandfolgen weiterhin nicht genutzt werden. Eigentümer Silvio Brüning will das Gebäude wieder aufbauen. Für einige Bewohner stellt sich die Frage, was von ihrem Besitz geblieben ist und wie sie die nächste Zeit überbrücken können. Mehrere Spendenaktionen sind inzwischen online gestartet.

In einem Spendenaufruf schildern Freunde einer betroffenen Familie die Folgen des Brandes. Das Zuhause sei durch die starke Rauchentwicklung unbrauchbar geworden, persönliche Gegenstände und Erinnerungsstücke seien verloren oder nicht mehr nutzbar. Die Familie sei körperlich unverletzt geblieben, benötige nun aber Unterstützung, um sich neu einzurichten. Eine weitere betroffene Mieterin äußerte sich in sozialen Medien: Zwei ihrer sechs Katzen überlebten das Feuer nicht. Sie dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz und dafür, dass sie sich während der Löscharbeiten auch um die Tiere gekümmert hätten.

Offene Fragen zur Schadensregulierung

Für die Betroffenen stellt sich neben der Suche nach einer Unterkunft auch die Frage, wie die Schäden reguliert werden. Welche persönlichen Gegenstände ersetzt werden können und wie die Versicherungen mit den Folgen umgehen, beschäftigt die Bewohner ebenso wie die Frage, wann sie zurückkehren können. Während das Gebäude wieder aufgebaut werden soll, ist für die Bewohner noch vieles offen.