Die Kulturarbeit in Schwerin zahlt sich aus: Das Konservatorium der Landeshauptstadt und die Kulturschule Ataraxia bleiben für weitere fünf Jahre staatlich anerkannt. Damit bestätigt das Land Mecklenburg-Vorpommern die Qualität der Arbeit beider Einrichtungen. Die entsprechenden Urkunden wurden Ende August in der Hansestadt Stralsund überreicht.
Würdigung für langjährige Arbeit
Schwerins Kulturdezernent Silvio Horn zeigt sich erfreut: „Die erneute Anerkennung würdigt die hervorragende Arbeit des Konservatoriums und von Ataraxia. Beide Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag, Menschen in Schwerin für Musik und Kunst zu begeistern, Talente zu fördern und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Dafür gilt allen Lehrkräften und Mitarbeitern mein herzlicher Dank.“
15 Schulen landesweit bestätigt
Insgesamt erhielten alle 15 öffentlichen und gemeinnützigen Musikschulen des Landes erneut die staatliche Anerkennung. Für Schwerin ist die Entscheidung ein wichtiges Signal. Das Konservatorium und die Kulturschule Ataraxia prägen seit Jahren die kulturelle Bildungslandschaft der Stadt. Sie ermöglichen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Zugang zu Musik, Kunst und kreativer Entfaltung. Zugleich fördern sie Talente und stärken die kulturelle Teilhabe in der Landeshauptstadt.
Finanzierung war zeitweise unklar
Noch im Mai 2025 demonstrierte die Kulturschule lautstark auf dem Schweriner Marktplatz. Damals galt die Finanzierung der Schule durch Land und Stadt als nicht gesichert. Rund 170.000 Euro fehlten für die Bildungsarbeit an der Schule. Vier Wochen nach dem Protest erhöhte die Landeshauptstadt Schwerin die Förderung und sicherte die Arbeit der Kulturschule. Auch das Land gab weitere 70.000 Euro. Mehr als 1000 Kinder und Jugendliche nehmen regelmäßig an den Angeboten von Ataraxia teil. Es gibt Kurse und Workshops in Musik, Kunst, Tanz und Schauspiel. Zahlreiche Veranstaltungen bereichern das kulturelle Leben in Schwerin.
Prüfverfahren sichert Qualität
Der staatlichen Anerkennung war ein umfangreiches Prüfverfahren vorausgegangen. Gemeinsam mit ihren Trägern mussten die Musikschulen zahlreiche qualitative und quantitative Kriterien erfüllen, die in der Landesverordnung festgelegt sind. Dazu zählen unter anderem Anforderungen an Unterrichtsqualität, fachliche Standards, Angebotsstruktur und organisatorische Rahmenbedingungen. Für das Konservatorium und die Kulturschule Ataraxia bedeutet die Entscheidung Planungssicherheit und für Schwerin ein Zeichen für die Zukunft der kulturellen Bildung.