MV-Wahlkampf: Jetzt wird es ernst – mischen wir uns ein!
MV-Wahlkampf: Jetzt wird es ernst – mischen wir uns ein!

Vier Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern geht der Wahlkampf in die entscheidende Phase. Parteien überbieten sich mit Terminen, Versprechen, Bratwurst und Rosen. Die Ausgangslage ist denkbar knapp – eine klare Regierung zeichnet sich nicht ab.

Umfragen und Koalitionsfragen

Aktuellen Umfragen zufolge liegt die AfD vorn, jedoch weit entfernt von einer absoluten Mehrheit. Ein Koalitionspartner ist nicht in Sicht. Mit Abstand folgt die SPD, dahinter Linke und CDU. Eine rot-rote Regierung mit eigener Mehrheit dürfte es nach dem 20. September nicht wieder geben. Sehr wahrscheinlich wird eine dritte Kraft nötig sein – CDU oder Grüne. Ob sich eine dieser Parteien dauerhaft mit der Linken verträgt, bleibt fraglich.

Schwesigs Wahlkampf-Formel

SPD-Chefin Manuela Schwesig hat den Wahlkampf auf die Formel gebracht: „Ich oder die rechtsextreme AfD“. Eine Abwahl Schwesigs würde das Abendland allerdings nicht gefährden. Zur Wahrheit gehört: Schwesigs SPD hatte 28 Jahre Zeit, MV aus den Statistik-Kellern zu holen – das gelang nur begrenzt.

Signalwirkung und Wähler-Appell

Die MV-Wahl hat Signalwirkung für ganz Deutschland, ähnlich wie die in Sachsen-Anhalt. Die AfD habe viele extreme Bestandteile, eine Regierung mit ihr würde das Land erheblich verändern. Ausgrenzung von Schwächeren und Fremden sei kein Konzept für eine demokratische Gesellschaft.

Vier Wochen bleiben den Wählern, um die Kontaktfreude der Politik zu nutzen. Der Kommentar ruft dazu auf, Programme zu lesen, zuzuhören und nachzufragen – die beste Zeit, Politiker zur Rede zu stellen. Die Bundesspitzen der Parteien werden als Schützenhilfe anrücken, doch Probleme sind damit nicht gelöst.

Wer sich bereits entschieden hat, kann die Pointen des Wahlkampfs genießen: von einer CDU, die sich mit einem Fischbrötchen vergleicht, oder einem BSW, das nicht weiß, wohin die Launen von Sahra Wagenknecht führen. Wichtig bleibt: Wählen!