Das Amt Demmin-Land warnt aktuell vor dem Baden im Kummerower See. An mehreren Badestellen wurden Blaualgen (Cyanobakterien) nachgewiesen. Die Behörden raten seit Dienstag, dem 4. August 2026, dringend davon ab, in den betroffenen Bereichen zu schwimmen. Es bestehe die Gefahr von Hautreizungen, allergischen Reaktionen und Übelkeit beim Verschlucken von Wasser.
Warnung des Amtes Demmin-Land
„Baden Sie keinesfalls in diesem Gewässer! Leinen Sie ihre Hunde an“, heißt es auf der Internetseite des Amtes Demmin-Land. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bestätigt, dass derzeit nur der Kummerower See im Landkreis betroffen ist – allerdings nicht alle Badestellen.
Warnhinweise wurden an den Badestellen in Sommersdorf, Verchen und Gravelotte angebracht. Die Badestellen in Salem und Kummerow gelten weiterhin als unbedenklich.
Ursachen und Risiken
Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) treten Blaualgenblüten vor allem in warmen Sommermonaten auf. Ob sie den Badestrand erreichen, hängt stark von Wind und Wetter ab. Die Lage kann sich innerhalb weniger Stunden oder Tage ändern.
Cyanobakterien kommen natürlicherweise in Küsten- und Binnengewässern vor. Sie betreiben Fotosynthese und können Toxine bilden. Der Farbstoff Phycocyanin sorgt für die typische Verfärbung des Wassers. Bei Hautkontakt sind Reizungen möglich; beim Verschlucken größerer Mengen können Übelkeit und Erbrechen auftreten, so das Lagus.
Erkennungsmerkmale und Verhaltenstipps
An betroffenen Gewässern hängen oft Warnschilder aus. Falls keine vorhanden sind, sollten Badegäste auf folgende Anzeichen achten: Wenn die eigenen Füße im knietiefen Wasser wegen bläulich-grüner Trübung nicht mehr zu sehen sind, sollte auf das Baden verzichtet werden, erklärt das Lagus.
Bereiche mit sichtbaren grünen oder blaugrünen Schlieren, Teppichen oder starker Trübung sollten komplett gemieden werden. Kinder dürfen auch im Uferbereich oder im flachen Wasser nicht spielen, wenn ein Blaualgenverdacht besteht, da sie dort Wasser, Blütenmaterial oder Wasserpflanzen aufnehmen könnten.
Um Risiken zu vermeiden, empfiehlt es sich, uferferne oder unbelastete Einstiegsbereiche wie Stege zu nutzen. Wer trotz Warnung oder unwissentlich in belastetem Wasser gebadet hat, sollte sich danach duschen und sofort die Kleidung wechseln, rät das Lagus.