Claudia Müller: Spitzenkandidatin der Grünen in MV im Porträt
Claudia Müller: Grünen-Spitzenkandidatin in MV porträtiert

Claudia Müller ist die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern. Die 46-jährige Betriebswirtin aus Stralsund hat eine bewegte politische Karriere hinter sich: Sie war Landesvorsitzende ihrer Partei, kandidierte für das Oberbürgermeisteramt in Stralsund und Rostock und bekleidet heute eine Schlüsselposition in der Bundestagsfraktion.

Von der Kommunalpolitik zur Bundespolitik

Müller engagierte sich zunächst in der Bürgerschaft Stralsund und im Kreistag Vorpommern-Rügen. Von 2012 bis 2018 führte sie den Landesverband der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Stralsund und 2022 in Rostock trat sie an, blieb jedoch jeweils ohne Erfolg.

Schon früh setzte sie außen- und wirtschaftspolitische Akzente. Sie kritisierte die aus ihrer Sicht zu starke energie- und wirtschaftspolitische Ausrichtung des Landes auf Russland und sprach sich für eine engere Zusammenarbeit mit Polen, Skandinavien und den baltischen Staaten aus. Auch das Pipelineprojekt Nord Stream 2 lehnte sie von Beginn an ab.

Karriere im Bundestag

2017 zog Müller als einzige Grünen-Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern in den Deutschen Bundestag ein. Dort übernahm sie mehrere verantwortungsvolle Funktionen, unter anderem als Koordinatorin der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus sowie als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung. Derzeit ist sie Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion und gehört damit zur engeren Führung.

Spitzenkandidatur nach parteiinternem Umbau

Vor der Landtagswahl 2026 rückte Müller erneut in den Fokus. Nach parteiinternen Auseinandersetzungen stellten die Grünen ihre bereits beschlossene Landesliste neu auf und wählten Müller anstelle von Constanze Oehlrich zur Spitzenkandidatin.

Politisch verbindet Müller wirtschaftliche Modernisierung mit konsequentem Klimaschutz und einer klaren proeuropäischen Ausrichtung. Sie wirbt für starke Regionen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine enge Zusammenarbeit innerhalb Europas. Frieden, wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz versteht sie als miteinander vereinbare Ziele.