Ueckermünde: Parkautomaten bekommen Festnetz-Internet
Parkautomaten in Ueckermünde: Festnetz-Internet geplant

Die Probleme mit den Parkautomaten am Ueckermünder Haffstrand reißen nicht ab. Immer wieder kommt es zu Aussetzern, sodass Strandbesucher ratlos vor den Geräten stehen. Das bestätigten Bauamtsleiter Sven Behnke und Bürgermeister Jürgen Kliewe (parteilos). Auch beim Strandfest vor einigen Tagen gab es für etwa eine Stunde Schwierigkeiten.

Stadt fordert Nachbesserung

Die Stadt Ueckermünde hat der Firma PRM (Parkraummanagement) aus Erlangen einen Brief geschrieben, in dem das Bauamt deutlich wurde. Das Unternehmen, das den Strandparkplatz seit Mai 2024 betreibt, hatte zugesagt, die Probleme bis zum Saisonbeginn zu beheben. Doch die Umrüstung scheiterte. Geplant war, das funkgebundene Internet an den Automaten durch einen Anschluss an das Festnetz-Internet zu ersetzen, da es bei der Kartenzahlung immer wieder zu Aussetzern kam.

Ärger seit 2024

Schon im Juli 2024 bildeten sich lange Schlangen, weil die Kartenzahlung nicht funktionierte oder die Automaten keine Münzen annahmen. Viele Besucher kamen mit der Kennzeicheneingabe nicht zurecht, und einige Parkende erhielten hohe Strafen. Im Juni 2024 sollte ein Autofahrer mehr als 400 Euro für zwei Stunden Parken zahlen, vermutlich wegen einer fehlerhaften Kennzeichenerfassung an der Ausgangskamera. Trotz vieler Nachbesserungen drohte die Stadt in dem Schreiben mit dem Ausstieg aus dem Vertrag, falls die Probleme nicht behoben werden.

Betreiber kündigt Lösung an

Nun soll eine dauerhafte Lösung kommen. PRM teilte mit: „Gemeinsam mit der Stadt Ueckermünde werden wir in den nächsten Wochen eine alternative und deutlich zuverlässigere Technik in Betrieb nehmen.“ Man beobachte das System engmaschig und stehe im Austausch mit der Stadt. An die Parkplatzbesucher richtete das Unternehmen die Bitte um Entschuldigung für die Beeinträchtigungen. Details zur technischen Umsetzung nannte PRM nicht.

Bauamtsleiter Behnke erläuterte, dass die Umstellung auf eine kabelgebundene Lösung noch ausstehe. Geprüft werde, ob das Kabel der ehemaligen Schrankenanlage ausreicht – das sei bejaht worden. Das Kabel müsse jedoch mit Adaptern ertüchtigt werden. Behnke hofft auf eine Umsetzung in den nächsten Wochen. Bürgermeister Kliewe bleibt von dem System überzeugt: Wenn die Technik richtig funktioniere, laufe es auch. Den Vorschlag für das kabelgebundene Internet hatte die Stadt bereits beim Aufstellen der Automaten gemacht, PRM entschied sich damals jedoch anders.