Beim Speedway-Europameisterschaftslauf in Güstrow will Kai Huckenbeck an seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr anknüpfen. Damals raste der Mann aus Werlte hinter dem Dänen Leon Madsen auf Rang zwei und begeisterte die 5000 Fans. Am Samstag soll es erneut so weit sein.
Huckenbeck startet mit Wildcard
„Ich hoffe sehr, dass ich das vor heimischer Kulisse wiederholen kann“, sagte Huckenbeck. Der 33-Jährige rutschte in diesem Jahr wieder mit einer Wildcard ins Feld, nachdem er in der Challenge nur einen enttäuschenden 14. Rang belegt hatte. Es ist sein zwölfter EM-Start. Seine besten Platzierungen erreichte er 2018 und 2021 mit neunten Rängen.
Mit der Gastgeber-Wildcard wurde Tyler Haupt ausgestattet. Für das erst 16-jährige Güstrower Eigengewächs ist es eine Anerkennung für seine Entwicklung.
Top-Fahrer und EM-Führender in Güstrow
Als EM-Führender kommt Leon Madsen nach Güstrow. Er gewann das erste Rennen in Zielona Gora (Polen) mit 14 Zählern. Punktgleich folgt der polnische Titelverteidiger Patryk Dudek. Kai Huckenbeck hat zwölf Punkte. In der Barlachstadt startet ein Teil der Speedway-Weltelite. Güstrow ist seit 2014 EM-Austragungsort.
Güstrower Talent bei Junioren-EM
Patrick Hyjek vom MC Güstrow steht am Samstag im slowenischen Krsko im Finale der U19-Speedway-Europameisterschaft. Der zweite Deutsche, Janek Konzack aus Wolfslake, hat sich beim 2.-Liga-Rennen Landshut gegen Gnoezno das Schlüsselbein gebrochen und fällt aus.
Die Konkurrenz in Krsko ist stark. Der Pole Maksymilian Pawelczak ist bei der Junioren-WM aktuell Zweiter. Die besten deutschen Platzierungen waren bisher vier vierte Plätze (Martin Smolinski 2000, Michael Härtel 2017, Norick Blödorn 2023).