Christian Geier, der 52-jährige Immobilienmakler aus Ludwigslust, tritt für die CDU im Wahlkreis 18 (Hagenow, Wittenburg, Stralendorf) zur Landtagswahl an. Sein Markenzeichen im Wahlkampf ist ein Comic-Avatar, das ihn mit einem Besen und dem Federkleid eines Geiers zeigt. Entwickelt wurde es mithilfe seines Wahlkampfteams und künstlicher Intelligenz.
Der Besen sorgt für Wiedererkennung
Die Masche mit dem Besen kommt bei den Menschen an. „Ich erlebe oft, wenn ich an fremden Türen klingle, dass die Leute sagen: ‚Ach Sie sind der Mann mit dem Besen. Ich weiß zwar nicht Ihren Namen, aber Sie sind von der CDU‘“, erzählt Geier. Direkte Ablehnung oder zugeschlagene Türen erlebe er fast nie.
Geier ist seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv: als Stadtvertreter in Ludwigslust, im Kreistag und derzeit als Fraktionsvorsitzender der CDU. Als Nachrücker zog er vor wenigen Wochen in den alten Landtag ein, auch wenn dieser faktisch kaum noch arbeitete.
Unbekanntes Terrain im Wahlkreis
Der Hagenower Bereich ist nicht sein Kerngebiet. „Es waren die Parteikollegen aus dem Hagenower Bereich, die vor einem Jahr auf mich zukamen und mich fragten, ob ich denn in ihrem Bereich als Kandidat antreten wolle“, berichtet Geier. Den Wechsel hat er bislang nicht bereut.
„Ich kenne natürlich auch die Wahlprognosen, aber ich kann sagen, dass ich an den Türen beim Wahlkampf vor Ort anderes erlebe. Es gibt viel Zuspruch, es gibt Diskussionsbedarf, und viele Leute sind auch froh, dass die CDU Flagge zeigt“, so Geier. Die AfD bleibe auch in diesem Wahlkreis eine große Unbekannte.
Bildung und Bürokratie als Themen
Auf die Frage, was er aufräumen wolle, nennt Geier die Bildung: „Wir müssen die jungen Leute auf das Leben vorbereiten. Das tun wir nicht. Wir brauchen Wirtschaftskompetenz der jungen Menschen, den Umgang mit Geld, Kenntnis von Verträgen. Was bedeutet es, wenn ich einen Handyvertrag abschließe, komme ich daraus usw.?“
Entbürokratisierung ist ihm ein Anliegen. Gegen das Argument, dass vieles aus Berlin oder Brüssel komme, hält er entgegen: „Ich hingegen glaube, wir könnten als Land Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat vieles machen. Gegen viele sinnlose, übergriffige Gesetze stimmen, aber wir müssen es einfach auch mal machen.“
Auch bei den kommunalen Finanzen will er aufräumen – ohne Sparen, auch beim öffentlichen Dienst, gehe das nicht. Die letzten Tage des Wahlkampfs will er intensiv nutzen, sein Comic-Abbild soll dabei weiter eine wichtige Rolle spielen.