Kaarzer Holz: Wege auf DBU-Naturerbefläche werden saniert
Kaarzer Holz: Wege werden saniert

Zahlreiche Schlaglöcher und abgerutschte Wege erschweren derzeit im Kaarzer Holz das Durchkommen. Das soll sich jetzt ändern. „Damit alle sicher durch die Naturerbefläche kommen, werden in den kommenden vier Wochen bestimmte Wegabschnitte instand gesetzt“, kündigt Revierleiter Ulrich Dohle vom Bundesforstbetrieb Trave an.

Zeitweise werden Wege gesperrt

Verschleiß und Starkregen haben auf den Wegen ihre Spuren hinterlassen. Kaputte Wege erschweren die Nutzung, egal, ob man zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist. Zudem müssen sie auch für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge zuverlässig befahrbar sein. Dafür werden mitunter große Maschinen eingesetzt und es kommt zu Einschränkungen und zeitweisen Sperrungen der Wege. Das DBU Naturerbe, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bittet daher um Verständnis.

Auf einer Strecke von etwa sechs Kilometern werden Schlaglöcher gefüllt, neuer Schotter aufgebracht und die Wege neu instand gesetzt. Das DBU Naturerbe will damit für gutes Durchkommen auf Wegen, die neben der Naherholung auch dem Waldbrandschutz dienen, sorgen. „Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge sind in der Regel keine Offroad-Fahrzeuge, müssen aber im Brandfall schnell und sicher so nah wie möglich an das Brandgeschehen fahren können“, sagt Revierleiter Ulrich Dohle.

Arbeiten dauern etwa vier Wochen

Für die Arbeiten sind Baumaschinen und Lastkraftwagen für etwa vier Wochen im Gelände unterwegs. „Meiden Sie vor allem die Wegeverbindung von Demen nach Weitendorf oder weichen Sie den Fahrzeugen aus“, so Dohle.

Fläche wurde forstwirtschaftlich und militärisch genutzt

Die rund 2800 Hektar große DBU-Naturerbefläche Kaarzer Holz, etwa 20 Kilometer östlich des Schweriner Sees, wurde ehemals forstwirtschaftlich genutzt. Von 1972 bis 1990 diente die Fläche als Standortübungsplatz Dabel–Demen zur Stationierung einer „Beweglichen Raketentechnischen Basis“ und einer Raketenbrigade der Nationalen Volksarmee. Nach der Wende übte bis 2006 ein Panzerartilleriebataillon der Bundeswehr auf dem Gelände.

Bis zur Übertragung der Fläche ans DBU Naturerbe wurde der Wald anschließend wieder forstwirtschaftlich genutzt. Seit 2008 ist sie dem Naturschutz gewidmet. Mit dem Rad oder zu Fuß können Besucher das kompakte Waldgebiet erkunden und kommen vorbei an kleineren Heideflächen, Wiesen und Feuchtgebieten.