Für das Erdkabelprojekt „Südostlink+“ beginnen im Oktober die Voruntersuchungen im geplanten Trassenkorridor südwestlich von Schwerin bis Woosmer im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Netzbetreiber 50Hertz kündigte in einer öffentlichen Bekanntmachung Bohrungen, Sondierungen und die Suche nach Munition und anderen Kampfmitteln im Boden an.
Baugrunduntersuchungen bis 25 Meter Tiefe
Die Maßnahmen umfassen die Untersuchung des Baugrundes, Vermessungsarbeiten sowie die Suche nach Kampfmitteln. „Die Baugrunderkundungen sind erforderlich, um festzustellen, in welchen Bereichen und mit welchen Bauverfahren Erdkabel verlegt werden können“, teilte 50Hertz mit. Dazu werden Bohrungen und Sondierungen bis zu einer Tiefe von 25 Metern durchgeführt.
Trassenverlauf durch den Landkreis
Die Arbeiten auf den betroffenen Flächen sollen am 5. Oktober starten und voraussichtlich im März 2027 abgeschlossen werden. Der rund 45 Kilometer lange Trassenabschnitt verläuft etwa von der Gemeinde Schossin südwestlich von Schwerin in Richtung Hagenow, Bresegard bei Picher, Alt Krenzlin und weiter im Bereich Niendorf an der Rögnitz und Woosmer, beide im Amt Dömitz-Malliß.
Stromtransport für die Energiewende
Über die Leitung Südostlink+ soll Strom vom Netzverknüpfungspunkt bei Schwerin in den Landkreis Börde bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt fließen und von dort weiter nach Isar in Bayern. „Die Energiewende führt zu einem steigenden Transportbedarf an elektrischer Leistung vom Norden Deutschlands, wo an Land und auf See immer mehr Windstrom erzeugt wird, in den Süden, wo nach und nach die Kernkraftwerke vom Netz gehen“, erklärt 50Hertz. Die Leitung soll durchgängig als Erdkabel errichtet werden. „Dies schont das Landschaftsbild“, nennt der Netzbetreiber einen Vorteil. Die Kabel würden so tief verlegt, dass Landwirtschaft weiter möglich bleibe. Die Inbetriebnahme ist für 2032 geplant.