Güstrower feiern Bronze beim Masters-Hockey-World-Cup
Güstrower feiern Bronze beim Masters-Hockey-World-Cup

Beim Masters-Hockey-World-Cup in Schiedam (Niederlande) hat die deutsche Ü40-Nationalmannschaft die Bronzemedaille gewonnen. Im Team standen mit Trainer Björn Oppitz und Spieler Sebastian Ahlberg zwei ehemalige ATSV-Spieler aus Güstrow. Es war die einzige Medaille für ein deutsches Feldhockey-Team bei dem Turnier.

Erfolgreiche Gruppenphase und Viertelfinale

Deutschland gewann alle vier Gruppenspiele: gegen Indien (8:1), Neuseeland (4:3), Kenia (6:2) und Schottland (4:0). Sebastian Ahlberg erzielte gegen Neuseeland das vorentscheidende 1:0 und zeigte eine starke Defensivleistung. Im Viertelfinale setzte sich das Team souverän mit 2:1 gegen Frankreich durch.

Bronze nach Halbfinal-Drama

Im Halbfinale unterlag Deutschland Australien mit 2:2 nach regulärer Spielzeit und 0:3 im Penalty-Shootout. „Im Halbfinale unterlagen wir als Favorit mit unserer schlechtesten Leistung Australien. Nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit mussten wir uns im Penalty-Shootout mit 3:0 geschlagen geben“, sagte Trainer Björn Oppitz. Im Spiel um Bronze gewann das Team verdient mit 3:1 gegen den Weltmeister Südafrika. „Nach einer Zeit der Enttäuschung überwog letztlich doch die Freude über die bronzene Medaille, die durch unser sehr gutes Spiel etwas golden glänzte“, so Oppitz.

Hintergrund und Ausblick

Der Masters-World-Cup findet alle zwei Jahre für nicht mehr aktive Spieler in Altersklassen von Ü35 bis Ü80 statt. Die Teilnahme ist für die Spieler mit eigenen Kosten verbunden, Sponsoren unterstützen jedoch. Oppitz betont: „Entscheidend sind Leidenschaft, die Begeisterung und der Spaß an unserem Hockeysport.“

Björn Oppitz wurde aus mehreren Bewerbern als Head Coach ausgewählt. Er begann seine Karriere beim ATSV, stand mit 17 im Bundesliga-Kader und spielte später für Bonner HC und Schweriner SC. Seit 2020 ist er Trainer beim ATSV und führte die Mannschaft in die 2. Bundesliga. Auch Sebastian Ahlberg, der bis 2006 für Güstrow aktiv war, und weitere ehemalige ATSV-Spieler wie Marcel Sund und Sven Katenbrink waren in Schiedam dabei.

Marco Drenckhan, stellvertretender ATSV-Vorsitzender, betonte: „Eine deutsche Nationalmannschaft mit Leuten aus dem klitzekleinen ATSV Güstrow. Das ist außergewöhnlich.“ Nach dem Turnier plant Oppitz, sich für eine stärkere Zusammenarbeit der Hockeyvereine in Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen.