Das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar muss wegen eines erheblichen Wasserschadens den Zugang zu den Ausstellungen einschränken, empfängt aber weiterhin Besucher. Verantwortlich für den beschränkten Museumsbetrieb im Schabbell ist der Defekt einer Rohrleitung im Dachgeschoss, ausgelöst durch Materialermüdung, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Der Schaden zieht demnach umfangreiche Trocknungs-, Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen nach sich.
Gesperrte Bereiche und vorzeitiges Ende einer Sonderausstellung
Für diese Bauarbeiten müssen den Angaben zufolge der Kemladen an der Schweinsbrücke 6 mit den Ausstellungsbereichen „Wismar fürstlich“ und „Wismar weltweit“ sowie das Schabbell-Dachgeschoss für Besucher gesperrt werden. Zudem endet die aktuelle Sonderausstellung „Im besten Licht? Die Wismarer Werft in DDR-Fotografien“ vorzeitig. Sie ist noch bis zum 16. August zu sehen.
Ermäßigter Eintritt während der Bauphase
Die Ausstellungsbereiche zur Hanse- und Schwedenzeit sowie zur Stadtgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert können aber weiterhin besichtigt werden. Wegen des eingeschränkten Angebots gilt der ermäßigte Eintritt von sieben Euro während der Bauphase.
Schadensanalyse durch Fachleute
Wann das Museum wieder voll zugänglich ist, stand zunächst noch nicht fest. Erst wenn die vom Wasserschaden betroffenen Ausstellungsteile beräumt und die Decken und Fußböden im denkmalgeschützten Haus von Fachleuten und Restauratoren geöffnet worden sind, kann dem Stadtsprecher zufolge eine genaue Schadensanalyse vorgenommen werden. Nach der Begutachtung würden die Restauratoren einen Maßnahmenkatalog vorstellen und einen Zeitplan mit den bauausführenden Firmen besprechen, hieß es. Das Baudenkmal ist von 1594 mit originalen Deckenbalken.