Tarifabschluss: Mehr Geld im Groß- und Außenhandel im Norden
Tarifabschluss: Mehr Geld im Groß- und Außenhandel

Im Groß- und Außenhandel in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erhalten die Beschäftigten mehr Geld. Nach der vierten Tarifrunde einigten sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Vertrag.

Fünf Prozent mehr in zwei Stufen

Die Beschäftigten bekommen demnach in zwei Stufen insgesamt fünf Prozent mehr Gehalt. Von August an steigt das Einkommen um 2,9 Prozent, im Mai 2027 folgt ein weiteres Plus um 2,1 Prozent. Der Vertrag läuft zwei Jahre.

Mehr Geld für Auszubildende

Auch Auszubildende profitieren: Sie erhalten von August an 40 Euro mehr und ein Jahr später weitere 30 Euro zusätzlich. Zudem seien die unteren Lohn- und Gehaltsgruppen in Mecklenburg-Vorpommern überproportional angehoben worden, teilte ver.di mit. Der tarifliche Mindestlohn von 14,20 Euro im Jahr 2026 und 14,90 Euro für 2027 sichere den Beschäftigten ein Mindestmaß an ausreichendem Einkommen.

Intensive Tarifrunde

Während der Verhandlungen hatte die Gewerkschaft mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen. Ver.di-Vertreter Bert M. Stach sprach von einer sehr intensiven Tarifrunde – die ersten Verhandlungen hatten Ende Mai begonnen. Zuletzt hatte die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von sieben Prozent gefordert. Laut ver.di Nord ist es ein hart erkämpfter Kompromiss.