Großrazzia in Hamburg: 54-Jähriger soll 100 Frauen geschleust haben
Hamburg: Großrazzia gegen Schleuserbande

Seit dem Morgen läuft in Hamburg eine Großrazzia der Bundespolizei. Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen 54-jährigen Mann. Er soll an der Schleusung von rund 100 Frauen aus Südamerika beteiligt gewesen sein, die sich dann in Deutschland zur Prostitution angeboten haben sollen.

Durchsuchungen und Festnahme

Die Ermittler schlugen gleichzeitig an mehreren Orten in Hamburg zu. In der Chateauneufstraße in Hamm sprangen am Morgen vermummte Bundespolizisten aus zivilen, weißen Lieferwagen und stürmten die Wohnung des Hauptverdächtigen. Der 54-Jährige wurde vor Ort verhaftet und mit einer Kapuze über dem Kopf abgeführt.

Vermögen durch Schleusung

Nach NDR Informationen soll der Tatverdächtige an der Schleusung von rund 100 Frauen aus Südamerika beteiligt gewesen sein. In Deutschland sollen sich die Frauen dann zur Prostitution angeboten haben. Nach Angaben der Bundespolizei soll sich der Tatverdächtige mit seinen Machenschaften ein kleines Vermögen aufgebaut haben.

Bordelle durchsucht

Auch an der Bürgerweide, der Stresemannstraße und der Humboldtstraße in Barmbek-Süd war die Bundespolizei im Einsatz. Die Beamten durchsuchten dort die Räumlichkeiten mehrerer Bordelle, unter anderem um die Personalien der dort beschäftigten Frauen zu prüfen. Insgesamt waren rund 250 Einsatzkräfte der Bundespolizei an der Razzia beteiligt.