Neues Sozialkaufhaus „Glücksfund“ eröffnet in Rostock-Lütten Klein
Sozialkaufhaus „Glücksfund“ öffnet in Lütten Klein (31.08.2026)

Nach vier Jahren Pause bekommt der Rostocker Nordwesten wieder ein Sozialkaufhaus. Unter dem Namen „Glücksfund“ öffnet in der ehemaligen Postfiliale auf dem Boulevard in Lütten Klein ein neues Secondhand-Kaufhaus. Die Premiere ist für das Boulevardfest am 4. September geplant – und das Kaufhaus richtet sich ausdrücklich an alle Menschen.

Ein neuer Ort der Begegnung

Die Rostocker Stadtmission hatte lange nach einem passenden Ladenlokal gesucht. Jetzt ist die Entscheidung gefallen: „Das ist wirklich ein Top-Standort“, sagt Martin Gippner, Leiter des neuen Sozialkaufhauses. Mit seinem 15-köpfigen Team räumt er die 600 Quadratmeter große Fläche ein. Rolf Gauck, Sprecher der Stadtmission, nennt das Kaufhaus „einen neuen Ort der Begegnung, der Wiederverwendung und der kleinen und großen Schätze“.

Ein solches Kaufhaus gab es bereits in der Ahlbecker Straße 7 in Lütten Klein. Vor vier Jahren musste es schließen. Seitdem existierte nur noch das Sozialkaufhaus der Stadtmission in Dierkow. „Wir wollten aber immer auch einen Standort im Nordwesten haben, weil wir den Bedarf sehen“, erklärt Lisa Porsch, Ressortleiterin für soziale Integrationshilfen bei der Stadtmission. „Ich bin froh, dass es jetzt endlich geklappt hat.“

Zwei Preise für alle Kunden

Erstmals dürfen in einem Sozialkaufhaus der Stadtmission nicht nur Bedürftige einkaufen, also Menschen mit nachweislich geringem Einkommen oder geringer Rente. „Es ist ein Kaufhaus für alle“, betont Porsch. Dafür tragen alle Produkte zwei Preisschilder: eines mit einem niedrigen Preis für Bedürftige und eines mit einem etwas höheren Preis für alle anderen. „Wir wollen niemanden ausschließen“, sagt Porsch.

Als weitere Neuheit kündigt sie eine Beratungsecke an. „Wir bieten hier allgemeine soziale Beratung und wollen ausprobieren, wie das angenommen wird.“

Vom Haushalt bis zur Beratung

Das Sortiment reicht von Secondhand-Mode über Dekoartikel bis zu hochwertigen Gebrauchtmöbeln. „Vor allem haben wir alles rund um den Haushalt“, sagt Gippner. „Auch Waschmaschinen oder Kühlschränke. Alles wird von uns vor dem Verkauf genau geprüft.“ Der Großteil der Waren stammt aus Spenden, dazu kommen Neuwaren aus Geschäftsauflösungen.

Auf regelmäßige Spenden ist das Sozialkaufhaus angewiesen. Gippner stellt jedoch klar: „Müll nehmen wir nicht an!“ Alles müsse so gut erhalten sein, dass man es weitergeben könne. Wer Sachspenden überlassen möchte, soll sich vorher melden – telefonisch unter 0381/2074453 oder per E-Mail an [email protected].