Industriepark Berlin-Stettin: 22 Millionen Euro für zweiten Bauabschnitt
Industriepark Berlin-Stettin: 22 Millionen für Ausbau

Die Stadt Pasewalk erhält rund 22 Millionen Euro Fördermittel für den zweiten Bauabschnitt des Industrieparks Berlin-Stettin. Damit soll das über 100 Hektar große Gelände nördlich des bestehenden Parks für weitere Unternehmensansiedlungen erschlossen werden. Der Förderbescheid wurde am Dienstag übergeben.

Zweiter Bauabschnitt schafft neue Industrieflächen

Der Industriepark entwickelt sich auf einer Gesamtfläche von 156 Hektar in mehreren Bauabschnitten. Im zweiten Bauabschnitt entstehen auf rund 100 Hektar 67,5 Hektar Industriefläche und sechs Hektar Gewerbefläche, wie Bauamtsleiter Marko Schmidt mitteilte. Der Rest sind Verkehrsflächen und Grünausgleichsflächen.

Ein Teil der neuen Fläche ist bereits veräußert: Die Firma Enertrag hat eine 6,5 Hektar große Industriefläche gekauft und plant dort eine Wasserstoffproduktionsstätte. Im ersten Bauabschnitt haben sich bereits die Unternehmen Topregal und Birkenstock angesiedelt.

Förderung für Infrastruktur

Die Fördersumme beträgt genau 22.012.320,83 Euro. Davon fließen rund 16,1 Millionen Euro in die Ver- und Entsorgungsanlagen und etwa 5,2 Millionen Euro in den Straßenbau. Die 90-prozentige Förderung stammt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), die von Land und Bund zu gleichen Teilen finanziert wird. Die Gesamtinvestitionen liegen bei rund 25 Millionen Euro.

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank betonte: „Mit der Förderung stärken wir den Wirtschaftsstandort Pasewalk nachhaltig. Die vorausschauende Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen zahlt sich aus.“ Er verwies auf die bereits ansässigen Unternehmen Topregal und Birkenstock sowie auf die verkehrsgünstige Lage zwischen Berlin und Stettin mit Anbindung an die B104, B109 und die A20.

Ausbau soll 2030 abgeschlossen sein

Bürgermeister Danny Rodewald kündigte an, dass die Ausschreibungen starten, sobald die Mittel verfügbar sind. Er hofft auf Bewerbungen von Unternehmen aus der Region. Es gebe bereits Anfragen aus der Lebensmittelindustrie und dem Baugewerbe. Das Vorhaben soll im Jahr 2030 abgeschlossen sein.