Anklamer Traditionsschiff „Wappen“ begeistert bei Kieler Woche
Anklamer Traditionsschiff begeistert bei Kieler Woche

Die Traditionsyacht „Wappen von Anklam“ hat bei der Kieler Woche und der Aalregatta in Eckernförde für großes Aufsehen gesorgt. Der 18,8 Meter lange Seekreuzer, der 1953 auf der Rostocker Neptunwerft gebaut wurde, ist das Aushängeschild des Seesportclubs (SSC) Anklam und wird als Erlebnis- und Ausbildungsschiff eingesetzt.

Erster Besuch in Eckernförde

Rund 230 Yachten erreichten am 20. Juni die Eckernförder Bucht zur traditionellen Aalregatta, die den Auftakt der Kieler Woche markiert. Die „Wappen von Anklam“ machte dabei erstmals im Hafen des Segelclub Eckernförde (SCE) fest – an der Spitze von Steg B, direkt neben der schnellen „Calypso“ aus Hamburg. Der Seekreuzer mit einem 23 Meter hohen Mast und einem Tiefgang von 3,3 Metern war eines der größten Schiffe im Yachthafen.

Notlösung wurde Erfolg

Der Besuch ergab sich aus der Not, da in Kiel kein Liegeplatz mehr verfügbar war. Der neue SCE-Vorsitzende Lars Kyburg kam der Bitte umgehend nach. „Sie wollen gerne wiederkommen“, sagte Olaf Altmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im SCE. Die Crew war begeistert: Rund 1000 Menschen feierten am Abend auf der Party in Halle 3 zur Band „Zack Zillis“. Am Sonntagmorgen ging es dann zurück nach Kiel.

Restaurierung und Zukunft

Der SSC Anklam übernahm das Schiff 1990. Nach vier Jahren Nutzung folgten aufwendige Reparaturen, die zehn Jahre dauerten. Dabei wurde ein neuer Motor eingebaut, mehr Platz unter Deck geschaffen und die Einrichtung mit neuer Küche und Spülmaschine erneuert. Nach der Kieler Woche und der Aalregatta steht nun eine Wanderfahrt mit der Jugend an, gefolgt von der Hanse Sail in Rostock.