Der Radweg entlang der historischen Kleinbahntrasse CPO wächst weiter. Am 22. Juli 2026 wurde der Abschnitt zwischen Krackow und Battinsthal für Radfahrer freigegeben. Die Strecke soll einmal von Casekow in der Uckermark über Penkun und Ladenthin bis nach Stettin führen und insgesamt 42 Kilometer lang sein. Doch noch ist das Projekt nicht abgeschlossen.
Fehlende Abschnitte auf deutscher und polnischer Seite
Grambows Bürgermeister Mirko Ehmke, der auch Regionalmanager für die Gemeinden Krackow, Glasow, Ramin und Grambow ist, wies darauf hin, dass auf einer Karte die Strecke zwar als durchgehend dargestellt werde, die Realität aber anders aussehe. In Polen fehle der Ausbau ab Bedargowo. Auf deutscher Seite seien noch drei Abschnitte mit zusammen etwa 9,5 Kilometern in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nicht fertig. Dazu gehören die Strecke zwischen Neuhof an der brandenburgischen Landesgrenze über Sommersdorf nach Penkun, der Abschnitt zwischen Wollin und Battinsthal sowie ein Stück zwischen Casekow und Wartin.
Freigabe nach langer Verzögerung
Der jetzt freigegebene Abschnitt von Krackow nach Battinsthal ist knapp zwei Kilometer lang. Im Juli 2023 hatte Vorpommern-Staatssekretär Heiko Miraß (SPD) in Battinsthal einen Fördermittelbescheid übergeben. Aus dem Programm „Stadt – Land“ wurden rund 668.000 Euro bereitgestellt, die Gesamtkosten beliefen sich auf 743.000 Euro. Der Baustart war für 2023 geplant, verzögerte sich jedoch.
Laut Krackows Bürgermeister Gerd Sauder sollte der Radweg ursprünglich als 2,50 Meter breiter Asphaltweg gebaut werden. Die Naturschutzbehörde lehnte dies ab, weil der Weg zu dicht an Bäumen entlangführen würde. Eine wassergebundene, versickerungsfähige Wegedecke mit zwei Metern Breite wiederum lehnte der Fördermittelgeber ab, da für Radwege eine Breite von 2,50 Metern in Asphaltbauweise vorgeschrieben sei. Die Klärung dieses Problems habe viel Zeit in Anspruch genommen.
Ausblick und Zukunftsperspektive
Für die Gemeinde Krackow sind die Arbeiten am CPO-Projekt damit abgeschlossen. Bürgermeister Sauder zeigte sich jedoch interessiert daran, dass die fehlenden Abschnitte zügig ausgebaut werden. Wenn die Bahnstrecke von Berlin nach Stettin einmal zweigleisig befahrbar sei, könnten Radfahrer in Casekow aussteigen, den CPO-Radweg bis nach Stettin nutzen und in der polnischen Metropole wieder in den Zug nach Berlin steigen. Das sei aber noch Zukunftsmusik, so Sauder.
Thorsten Bolle aus Casekow, der das Logo für den grenzüberschreitenden Radweg entworfen hat und selbst begeisterter Radfahrer ist, bedauerte, dass der Radweg noch nicht fertig sei. Es sei schwierig, für einen Radweg zu werben, der noch nicht fertiggestellt sei. Von Casekow bis nach Wartin müsse man auf der stark befahrenen Landesstraße fahren, was für Radler unangenehm sei.