Auf Norddeutschlands größtem Weingut in Rattey (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat die diesjährige Weinlese begonnen. Erstmals könnten dabei mehr als 100.000 Liter Wein zusammenkommen. Grund für die Zuversicht ist, dass in diesem Jahr erstmals alle rund 175.000 Rebstöcke des Weinguts Trauben tragen, wie Weingutleiter Stefan Schmidt mitteilte.
Erste Lese mit Vollernter
Als erste Sorte soll mit einem Vollernter die frühreife weiße Rebsorte Solaris gelesen werden. „Wir rechnen damit, dass wir ungefähr dreißig bis fünfunddreißig Tonnen ernten. Wenn man das in Most umrechnet, sind das 25.000 bis 30.000 Tausend Liter“, sagt Schmidt. Das sei schon mehr als die Hälfte von dem, was im vergangenen Jahr geerntet wurde. Danach folgen unter anderem die Sorten Helios, Regent und Rondo. Insgesamt werden auf dem rund 35 Hektar großen Weingut 16 verschiedene Rebsorten angebaut.
Gutes Weinjahr trotz kleinerer Früchte
Die Winzer blicken nach Angaben von Schmidt auf ein insgesamt gutes Weinjahr zurück. Anders als in einigen vergangenen Jahren blieb das Weingut von Spätfrösten verschont. Während der Wachstumsphase im Juni und Juli hätte es allerdings mehr Niederschlag geben können. Die Beeren seien deshalb in diesem Jahr etwas kleiner als üblich.
„Solaris ist eine Sorte, die sehr gut zu uns im Norden passt und aus der wir ein ziemlich breites Spektrum verschiedener Weine herstellen können“, erklärt Schmidt. Das Weingut in Rattey könne in diesem Jahr trockenen und halbtrockenen Solaris produzieren.
Dauer der Weinlese
Die Weinlese in Rattey soll voraussichtlich bis Mitte oder Ende Oktober dauern. Die letzten der insgesamt rund 175.000 Rebstöcke waren vor drei Jahren gepflanzt worden und tragen nun erstmals Trauben.