Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist Geschichte. Nach 104 Spielen und zahlreichen Toren krönte sich Spanien zum Weltmeister. Das Turnier der Superlative hinterlässt gemischte Gefühle: viel Kritik, aber auch viel Begeisterung.
Ein Turnier der Superlative
In drei Ländern und vier Zeitzonen kämpften 48 Mannschaften an 16 Austragungsorten um den Titel. Die Größe des Turniers sorgte bereits vor dem Start für Kritik. Doch die kleinen Teams überzeugten: Kantersiege blieben aus, stattdessen gab es Überraschungen wie Kap Verde, Kongo und Ägypten. „Man hat gesehen, dass alle Teams konkurrenzfähig waren“, so ARD-Experte Bastian Schweinsteiger.
Deutschland enttäuscht
Die deutsche Nationalmannschaft schied im Sechzehntelfinale nach Elfmeterschießen gegen Paraguay aus. Schweinsteiger: „Wir sind leider aktuell nur Mittelmaß.“ Die fehlende Identität des Teams war das größte Problem. Jürgen Klopp soll als neuer Bundestrainer Abhilfe schaffen.
Fans prägen die WM
Fans aus aller Welt sorgten für eine besondere Atmosphäre. Schotten verwandelten Boston in eine Party, Norweger gingen mit ihrem Ruderjubel viral, der Times Square wurde zur Fanmeile. Die Stimmung abseits des Platzes prägte die WM ebenso wie die sportlichen Leistungen.
Superstars und Kritik
Kylian Mbappé wurde mit zehn Treffern Torschützenkönig, Lionel Messi zeigte auch mit 39 Jahren seine Klasse. „Dass er immer noch der Unterschiedsspieler ist, hätte ich ihm nicht zugetraut“, so ARD-Kommentator Tom Bartels. Kritik gab es an den Kosten, dem Modus und FIFA-Präsident Gianni Infantino, der eine Rote Karte gegen Folarin Balogun zurücknehmen ließ. „Damit hat die FIFA die Glaubwürdigkeit dieses Turniers auf die Probe gestellt“, sagte ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek.
Fazit: Ein gelungenes Experiment?
Die Stadien waren voll, die Fans begeistert. Die WM zeigte, wie global der Fußball ist und wie stark auch Außenseiter sein können. Weniger ist in diesem Fall vielleicht doch nicht mehr.