Eggesin feiert an diesem Wochenende ein besonderes Jubiläum: Vor 60 Jahren wurde der Stadt im Landkreis Vorpommern-Greifswald das Stadtrecht verliehen. Damit ist Eggesin die jüngste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns – der Ort selbst blickt jedoch auf eine deutlich längere Geschichte von 810 Jahren zurück.
Programm des Stadtfestes
Das Stadtfest beginnt am Freitagabend mit einem Lampionfest für Kinder und einem Abendgruß der Eggesiner Märchentruhe. Am Sonnabend stehen ein Open-Air-Schlagergottesdienst und das Oldtimer- und Militärfahrzeugtreffen im militärhistorischen Museum auf dem Programm.
Als Höhepunkt gilt die Küchenshow am Sonntag, bei der Stadtvertreter gegen Mitarbeiter der Stadtverwaltung antreten. Insgesamt waren mehr als 100 Eggesiner an den Vorbereitungen des Randow-Festes beteiligt, das in diesem Jahr bereits zum 59. Mal stattfindet.
Einwohnerentwicklung und Geschichte
Eggesin hat seit 1990 mehr als die Hälfte seiner Einwohner verloren. Heute leben rund 4.700 Menschen in der Stadt. Ein gravierender Einschnitt war kurz nach der Jahrtausendwende die Auflösung des Bundeswehrstandortes, wodurch rund 3.000 Menschen innerhalb kurzer Zeit die Stadt verließen.
„Es war auch ein Niedergang der Stadt, weil sie uns tatsächlich mit vielen Schulden haben sitzen lassen. Wir haben ja die Wohnungen gebaut mit Krediten und mussten sie dann abreißen, obwohl wir riesige Kredite aufgenommen haben“, sagt Bianka Schwibbe (parteilos), die seit 2022 Bürgermeisterin ist.
Stadtrecht und Sehenswürdigkeiten
Das Stadtrecht von 1966 verdankt Eggesin der militärischen Ansiedlung zu DDR-Zeiten. Zu den Aushängeschildern der kleinen Stadt am Zusammenfluss von Uecker und Randow gehören unter anderem die Blaubeerscheune mit Regionalladen und Hofcafé sowie ein Sport- und Erholungscenter.