Seit der Teil-Legalisierung von Cannabis in Deutschland vor gut zwei Jahren zeigt eine neue Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) einen Anstieg der Krankenhausfälle im Zusammenhang mit Cannabis. Die Zahl der akuten Rauschzustände stieg um etwa ein Drittel, die der Psychosen nach Cannabiskonsum um ein Sechstel. Bundesweit gab es rund 1.000 zusätzliche Fälle.
Ursache könnte Apotheken-Cannabis sein
Die Forscher begleiten im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Teil-Legalisierung wissenschaftlich. Der Anstieg ist überraschend, da die Zahl der Konsumenten durch die Legalisierung kaum gestiegen ist, wie andere Studien zeigten. Die Hamburger Forscher vermuten, dass der Anstieg auf das leichter verfügbare Medizinal-Cannabis aus Apotheken zurückzuführen ist, das meist wesentlich stärker ist als übliche Sorten.
Kein Anstieg bei Sucht-Diagnosen
Die Studie zeigt jedoch auch, dass die Zahl der Cannabis-süchtigen Erwachsenen in Krankenhäusern nicht gestiegen ist. Die Akut-Fälle nahmen zu, aber nicht die Sucht-Diagnosen.