AfD laut Umfrage in MV vorn: Plus auf 38 Prozent
AfD laut Umfrage in MV vorn: Plus auf 38 Prozent

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern baut die AfD einer Umfrage zufolge ihren Vorsprung aus. In der Umfrage von Infratest dimap nach der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt erreicht die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 33 Prozent und kann sich damit im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage um einen Prozentpunkt steigern. Die AfD kommt auf 38 Prozent – ein Plus von drei Prozentpunkten im Vergleich zur Anfang September veröffentlichten Vorgänger-Umfrage.

Schlechtestes CDU-Ergebnis in der Geschichte?

Die CDU erhält in der Umfrage im Auftrag der ARD 7 Prozent, ein Minus von einem Prozentpunkt. Das wäre ihr schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland und auch das schlechteste bei einer Landtags- oder Bundestagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Linkspartei bekommt in der Umfrage 9 Prozent Zustimmung – ein Minus von zwei Prozentpunkten. Die Grünen liegen unverändert bei fünf Prozent, das BSW bei 4 Prozent und damit unter der 5-Prozent-Hürde.

Befragung nach Sachsen-Anhalt-Wahl

Könnte der Ministerpräsident direkt gewählt werden, würden sich der Umfrage zufolge aktuell 59 Prozent für Amtsinhaberin Schwesig entscheiden, ein Minus von einem Prozentpunkt, und 28 Prozent für den Herausforderer Leif-Erik Holm von der AfD, ein Plus von drei Prozentpunkten.

Infratest dimap hat nach eigenen Angaben vom 7. bis 9. September und damit nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 1.556 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern teils telefonisch, teils online befragt. Die Fehlerquote wird mit 2 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 10 Prozent und 3 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 50 Prozent angegeben.

Rot-rot-grüne Koalition rechnerisch möglich

Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen. Schwesig regiert das Land seither zusammen mit den Linken.

Der Umfrage zufolge wäre eine rot-rote Koalition nicht mehr möglich. Gemeinsam mit den Grünen könnten die bisherigen Regierungsparteien aber rechnerisch weiterregieren. Für eine AfD-Alleinregierung würde es nicht reichen. Der neue Landtag von MV wird am 20. September gewählt.

Wahlumfragen sind mit Unsicherheiten behaftet

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschern die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

In einer am gleichen Tag veröffentlichten Insa-Umfrage im Auftrag des „Nordkurier“ kann die SPD den Abstand auf die AfD verringern. Die SPD käme dort auf 33 Prozent der Stimmen, wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als in der vor vier Wochen veröffentlichten Insa-Umfrage für die Zeitung. Die AfD bliebe unverändert bei 36 Prozent. Die CDU verliert im Vergleich zur vorherigen Umfrage 3 Prozentpunkte und käme nur noch auf 7 Prozent. Die Linke verharrt demzufolge bei 11 Prozent, die Grünen bleiben unverändert bei 5 Prozent, das BSW ebenfalls unverändert bei 4 Prozent.