AfD-Politiker scheitert: Großer Ärger nach Wahl-Niederlage im Landtag
AfD-Politiker scheitert: Ärger nach Wahl-Niederlage

AfD-Politiker Carlos Dias Rodrigues hat die Wahl um das Amt des Landtagspräsidenten in Mecklenburg-Vorpommern verloren. In der geheimen Wahl entfielen 31 Stimmen auf ihn. Die SPD-Politikerin Birgit Hesse gewann mit 39 Stimmen und bleibt damit Landtagspräsidentin in Schwerin.

Neues Landtagspräsidium in Schwerin

Vizepräsidentinnen im neuen Landtag sind Simone Oldenburg (Die Linke) und Maya Tischler (Grüne). Die AfD erhielt keinen dieser Posten. Das Präsidium besteht damit ausschließlich aus Frauen.

Die AfD hatte die Landtagswahl am 20. September mit 38,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Sie wird aber nicht die Landesregierung stellen. In Schwerin soll in der kommenden Legislaturperiode eine Koalition aus SPD (35,5 Prozent), der Linken (6,5 Prozent) und den Grünen (5,7 Prozent) regieren.

Reaktionen in den sozialen Medien

Die drei Parteien haben Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Manuela Schwesig (SPD) dürfte Ministerpräsidentin im Nordosten bleiben. Die Koalition kommt auf 39 von 71 Sitzen im Landesparlament, die AfD auf 32 Mandate.

Die CDU hatte erstmals in ihrer Geschichte den Einzug in einen Landtag verpasst, auch das BSW scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Bei der ersten Sitzung des neuen Landtages am Dienstag (20. Oktober) gab es einen ersten Aufreger in dieser Konstellation.

Kritik und Jubel in den Kommentaren

In den sozialen Medien sorgt das Ergebnis Tage später weiter für Diskussionen. Während sich manche beschweren, jubeln andere über „gute Nachrichten“, wie es in einem Kommentar zu einem Instagram-Posting des Nordkurier zum neuen Landtagspräsidium heißt. Weiter heißt es dort: „Es wäre nur inzwischen wirklich schön, wenn drei Frauen in hohen Ämtern genauso selbstverständlich wären wie drei Männer.“

Eine andere Userin schreibt begeistert samt Herz-Emoji: „Go for it girlzzz.“ Mehrere Nutzer reagieren mit Herz- oder Applaus-Emojis. Eine Instagram-Userin schreibt: „Ein Hoffnungsschimmer am Horizont! Frauen Power!!!“

Andere Kommentatoren beschweren sich vehement über das Ergebnis. „Ein absoluter Witz, die machen doch alle, was sie wollen“, heißt es in einem Kommentar bei Instagram. Eine andere Kritik lautet: „Das geht sowas von am Wählerwillen vorbei.“ Eine Userin kritisiert wiederum: „Die können aber nichts.“

Bei Facebook poltert ein User: „Frechheit, so etwas. Was die Leute wollen, darf nicht regieren, und was kaum jemand gewählt hat, ist nun an der Spitze.“ Eine Facebook-Nutzerin meint: „Frauenquote hin oder her, für mich zählt das Abliefern von guten Ergebnissen, egal, ob Mann oder Frau. Und wie kann es sein, dass von einer Partei, die das Volk wollte, kein einziges Amt bekleidet wird? Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.“