Brandursache in Jamel geklärt: Technischer Defekt zerstörte Werkstatt
Brandursache in Jamel geklärt: Technischer Defekt

Nach dem verheerenden Brand in einer Werkstatt in Jamel (Gemeinde Banzkow) ist die Ursache nun eindeutig geklärt: Ein technischer Defekt beim Laden von Akkus hat das Feuer ausgelöst. Die Ermittlungen sind abgeschlossen, doch für die betroffene Familie beginnt jetzt der Kampf um die Existenz.

Technischer Defekt als Auslöser

Wie Felix Zgonine, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, auf Nachfrage bestätigte, haben die Ermittlungen die Brandursache eindeutig geklärt: „Ausgelöst wurde das Feuer durch einen technischen Defekt.“ Akkus befanden sich während des Ladevorgangs, als sie plötzlich in Brand gerieten. Innerhalb kürzester Zeit griffen die Flammen auf die Werkstatt über. Für Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung oder ein Fremdverschulden gibt es nach Angaben der Polizei keine Anhaltspunkte.

Dramatische Folgen und großer Feuerwehreinsatz

Die Folgen waren dramatisch. Das Feuer fraß sich durch das Gebäude, das Dach wurde vollständig zerstört. Eine meterhohe Rauchsäule war kilometerweit sichtbar und sogar von der A14 aus zu erkennen. Rund 75 Einsatzkräfte der Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerk kämpften stundenlang gegen die Flammen und verhinderten mit ihrem Einsatz, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergriff.

Doch während die Ermittlungen inzwischen abgeschlossen sind, beginnt für die betroffene Familie erst der schwerste Teil. Mit der Werkstatt gingen Maschinen, Spezialwerkzeuge und die Existenzgrundlage von Vater und Sohn verloren. Bis ein Wiederaufbau möglich ist, werden noch viele Monate vergehen. Einnahmen bleiben in dieser Zeit aus, viele laufende Kosten hingegen nicht.

Spendenaktion läuft: Erst 23 Prozent des Ziels erreicht

Um die Familie in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, haben Maria Friebus und Valeria Bachmann auf der Plattform GoFundMe eine Spendenaktion gestartet. Die Resonanz zeigt, wie groß die Anteilnahme ist: Bislang sind 4.568 Euro zusammengekommen. Dennoch ist das Ziel noch weit entfernt. Die Summe entspricht erst rund 23 Prozent der angestrebten 20.000 Euro.

Besonders bewegt viele Menschen das Schicksal des Sohnes. Er arbeitet nicht nur im Familienbetrieb, sondern engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn andere Menschen Hilfe brauchen, rückt er aus, bekämpft Brände und unterstützt in Notlagen. Nun ist ausgerechnet seine eigene Familie auf die Solidarität anderer angewiesen.

Die Initiatorinnen der Spendenaktion beschreiben die Situation mit einfachen, aber eindringlichen Worten: „Manchmal verändert ein einziger Tag einfach alles.“ Genau das ist in Jamel geschehen. Wo früher Alltag, Arbeit und Zukunftspläne ihren Platz hatten, ist innerhalb weniger Stunden nur noch ein Trümmerfeld geblieben.

Spenden sichern Alltag, bis der Betrieb wieder läuft

Mit den Spenden sollen die laufenden monatlichen Kosten der Familie gedeckt werden, bis der Betrieb wieder aufgebaut werden kann. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – soll dabei helfen, den Weg zurück in den Alltag ein Stück leichter zu machen.

Die Geschichte aus Jamel zeigt aber noch etwas anderes. Ein technischer Defekt, wenige Minuten und ein Lebenswerk ist zerstört. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass aus der großen Welle der Anteilnahme auch weiterhin konkrete Hilfe wird. Denn noch fehlen mehr als 15.000 Euro, bis das Spendenziel erreicht ist. Aber dennoch ist Sebastian Kopp allen, die die Spendenaktion bisher unterstützt haben, sehr dankbar: „Ich möchte mich auch im Namen meiner Familie bei den ganzen Unterstützern bedanken. Wir sind tief ergriffen von der Anzahl der ganzen Spenden. Vielen, vielen Dank.“

Wer die Familie unterstützen möchte, kann dies weiterhin über die laufende GoFundMe-Spendenaktion unter www.gofundme.com/f/werkstattbrand-in-jamel-gemeinsam-helfen tun. Jeder Euro bringt sie dem Neuanfang ein Stück näher.