Zerkarien in Schweriner Seen: Badeverbot an mehreren Badestellen
Zerkarien in Schweriner Seen: Warnung an Badestellen

In mehreren Schweriner Seen wird weiterhin vor Zerkarien im Wasser gewarnt. Die winzigen Wurmlarven können sich in die Haut bohren und juckende Entzündungen auslösen – die sogenannte Badedermatitis.

Betroffene Badestellen

Aktuelle Warnungen gibt es laut Online-Hinweisportal zur Badewasserqualität des Gesundheitsministeriums für den Zippendorfer Strand, Am Reppin und Kalkwerder am Schweriner See. Betroffen sind zudem die Strandbereiche am Nord- und Südufer des Lankower Sees sowie die Badestelle Kaspelwerder am Ostorfer See.

Begünstigt wird der Larvenbefall durch die hohen Temperaturen. Gesundheitsämter raten Badegästen, sich nicht längere Zeit in Flachwasserzonen mit Schilfgürtel aufzuhalten und stattdessen in tieferen Bereichen zu schwimmen.

Schutz vor den Larven

Da die Larven empfindlich auf Austrocknung reagieren, sollte nasse Badebekleidung sofort nach dem Schwimmen abgelegt werden. „Nach Möglichkeit gründlich duschen und den Körper schnell und gründlich abfrottieren“, rät der Fachdienst Gesundheit in Schwerin.

Lebenszyklus und Symptome

Zerkarien sind Larvenstadien von Saugwürmern, die in Enten und anderen Wasservögeln leben. Mit dem Kot gelangen die Eier ins Wasser, wo Larven schlüpfen und sich in Süßwasserschnecken vermehren. Bei höheren Wassertemperaturen verlassen sie die Schnecken und dringen aktiv in den Endwirt ein – dabei können sie sich auch in die Haut des Menschen bohren.

Bereits drei bis zehn Minuten nach Badebeginn können gerötete Flecken, Quaddelbildung und starker, bisweilen unerträglicher Juckreiz auftreten.

Keine ernsthaften Folgen

Ernsthafte gesundheitliche Folgen sind in der Regel nicht zu befürchten. „Da der Mensch ein Fehlwirt ist, werden die Zerkarien bereits im Unterhautbindegewebe abgetötet und können nicht tiefer eindringen“, heißt es vom Fachdienst Gesundheit. Bei Auftreten einer Badedermatitis sollte der Haus- oder Hautarzt aufgesucht werden, um das Jucken lokal behandeln zu lassen.