Mehrere Wochen liegt das gesunkene Segelboot nun schon auf dem Grund des Naturhafens von Rieth in der Gemeinde Luckow. Doch noch immer ist nicht abzusehen, wann und wie das etwa 13 Meter lange Boot vom Grund des Neuwarper Sees an der Grenze zu Polen gehoben werden kann, berichtete der Luckower Bürgermeister Fabian Schöne.
Boot hat offenbar nur eine Haftpflichtversicherung
Nach seinen Informationen sei mittlerweile aber ein Gutachter vor Ort gewesen und habe sich im Auftrag des österreichischen Eigentümers den Schaden angesehen. Die Versicherung solle es abgelehnt haben, die Kosten für die Bergung zu übernehmen. Denn das Boot sei offenbar nur über eine Haftpflichtversicherung versichert. Das würde bedeuten, dass der Besitzer sein Boot auf eigene Kosten aus dem Wasser holen muss, meinte Schöne. Das könnte teuer werden. Es rühre sich aber nichts.
Der Bootseigentümer habe auch die Frist des Amtes Am Stettiner Haff in Eggesin verstreichen lassen, erläuterte er weiter. Darin habe das Amt im Namen der Gemeinde eine Ersatzvornahme angedroht, wenn der Österreicher nicht tätig wird. Die Frist sei in der vergangenen Woche abgelaufen. „Jetzt werden wir eine Ersatzvornahme machen“, sagte Fabian Schöne. Das Amt warte aktuell noch auf ein Angebot.
Bergung würde mindestens 10.000 Euro kosten
Der Bürgermeister schätzt die Bergungskosten auf etwa 10.000 bis 15.000 Euro. Davon müsse das Heben mit dem Kran, bei dem es sicherlich um einen 100-Tonnen-Kran handeln werde, meinte er. Dazu kämen Ausgaben für Pumpen und Hebekissen. Dann müsse das Boot über 35 Meter ans Ufer geholt werden. Zuletzt würden Kosten für das Sicherstellen des Segelbootes zu Buche schlagen.
Das reiche aber nicht aus. Denn auf den Eigentümer würden auch noch die Kosten für die laufenden Feuerwehreinsätze und das Legen der Ölsperren zukommen. Diese Summe werde noch einmal Kosten von 8.000 bis 10.000 Euro ausmachen, meinte Fabian Schöne.
Denn die Feuerwehr schaut täglich nach dem gesunkenen Boot, legte zweimal Ölsperren aus. Als tatsächlich Betriebsstoffe austraten, hatte die Feuerwehr auf die betroffene Fläche im Neuwarper See auch noch Bindemittel aufgebracht. So hatte Ortswehrführer Reno Banse berichtet.
Gemeinde will die Kosten einklagen
Dass die Gemeinde auf den Kosten sitzen bleibt, glaubt der Bürgermeister indessen nicht. Man wisse, dass der Eigentümer einen Job hat. Man wolle die Summe einklagen, damit der Lohn gepfändet wird.