Klettertour an Rügens Kreidefelsen löst Großeinsatz aus
Klettertour an Rügens Kreidefelsen löst Großeinsatz aus

Ein 20-jähriger Urlauber aus Polen hat am Donnerstagnachmittag an den Wissower Klinken auf Rügen einen spektakulären Rettungseinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilt, wollte der junge Mann die steilen Kreidefelsen erklimmen – und blieb rund 80 Meter über dem Strand hilflos in der Wand hängen.

Rettungseinsatz mit Höhenrettung

Zwei Wanderer entdeckten den Kletterer in seiner misslichen Lage und alarmierten sofort Polizei und Rettungskräfte. Innerhalb kurzer Zeit rückten Beamte, Rettungsdienst und die Höhenrettung der Feuerwehr Sassnitz an. Den Spezialkräften gelang es schließlich, den Mann sicher aus der Steilwand zu befreien. Bis auf einige Schürfwunden blieb er unverletzt.

Bußgeld und Kosten drohen

Für den jungen Mann dürfte der Ausflug ein teures Nachspiel haben. Nach Angaben der Polizei hatte er verbotenerweise den Strandbereich unterhalb der Steilküste betreten und anschließend die Kreidefelsen erklommen. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Es droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Außerdem können ihm die Kosten des aufwendigen Rettungseinsatzes in Rechnung gestellt werden.

Polizei warnt vor Lebensgefahr

Die Polizei erinnert nach dem Einsatz daran, dass das Verlassen der ausgewiesenen Wege im Nationalpark Jasmund streng verboten ist. Auch der Aufenthalt am Steinstrand direkt unter den Kreidefelsen ist untersagt. Grund: Immer wieder brechen Gesteinsmassen aus der Steilküste heraus – es besteht akute Lebensgefahr.