Mord an Baggersee in Buxtehude: Urteil rechtskräftig nach BGH-Entscheidung
Mord an Baggersee: Urteil rechtskräftig

Fast 24 Jahre nach dem Tod eines 27-Jährigen durch Schüsse in der Nähe eines Baggersees in Buxtehude (Landkreis Stade) ist das Urteil gegen den Schützen rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Revision am 21. Juli verworfen, teilte das Landgericht Stade am Freitag mit.

Lebenslange Haft wegen Mordes

Im Oktober 2025 war der damals 43 Jahre alte Täter wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah außerdem das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

Verfahren gegen Mitangeklagte noch offen

Gegen drei weitere Angeklagte wird laut Landgericht Stade noch verhandelt. Ihnen wird vorgeworfen, die Tat zusammen mit dem Verurteilten geplant zu haben. Das Verfahren war von dem gegen den 43-Jährigen abgetrennt worden.

Tathergang im Jahr 2002

Der Verurteilte und die drei weiteren Angeklagten waren laut Landgericht am Tatabend im Jahr 2002 mit dem 27-Jährigen an einer Grillstelle am See in Streit geraten. Laut Landgericht lockten die Männer ihr alkoholisiertes Opfer von dort weg, während der Verurteilte mit dem Auto wegfuhr, um eine abgesägte Schrotflinte zu holen. Damit habe er sich an einem Waldweg versteckt und dreimal auf den 27-Jährigen geschossen, so das Gericht. Dieser sei bereits nach dem ersten Schuss tot gewesen.

Bekennerschreiben im Jahr 2023

Im Jahr 2023 hatte der Verurteilte dann ein Bekennerschreiben an die Hamburger Polizei geschickt.