Nach Steinwurf auf Polizeiauto in Kiel: Verdächtiger in U-Haft
Steinwurf auf Polizeiauto: Verdächtiger in U-Haft

Verdächtiger nach Steinwurf auf Polizeiauto in U-Haft

Die Staatsanwaltschaft Kiel wirft einem 21-Jährigen vor, an einem Pflasterstein-Wurf auf einen Polizeiwagen beteiligt gewesen zu sein. Die Behörde stuft die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein. Der Verdächtige sitzt seit heute in Untersuchungshaft. Dem Mann wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen.

Polizistin verletzt

Durch den Pflasterstein wurde eine Polizistin verletzt. Im Zuge der Ermittlungen hatten Beamte am Donnerstagnachmittag mehrere Wohnräume im Kieler Stadtgebiet durchsucht. Konkrete Details dazu haben die Beamten noch nicht bekannt gegeben.

DNA-Proben von Hochhaus-Bewohnern

Von jeder im Gebäude anwesenden Person ist die Identität festgestellt worden. Vor rund einer Woche hatten etwa 100 Einsatzkräfte das Hochhaus in Kiel-Mettenhof umstellt, um DNA-Proben der Bewohner zu nehmen. Von einem Balkon dieses Gebäudes war der Stein Anfang Juni herunter geworfen worden. Nach eigenen Angaben hatte die Polizei darauf DNA-Spuren gefunden. Damit wollten die Beamten die Speichelproben der Bewohner abgleichen.

Tatablauf

Am 2. Juni hatten Unbekannte von einem Balkon des sogenannten „weißen Riesen“ in Kiel-Mettenhof einen Pflasterstein auf die Frontscheibe eines Streifenwagens geworfen. Eine Beamtin wurde an der Hand und am Sprunggelenk verletzt. Sie war nach Angaben der Polizei über mehrere Wochen dienstunfähig. Ihr Kollege blieb unverletzt. Die Beamten waren zu einer Ruhestörung gerufen worden.

Weitere Vorwürfe

Der Tatverdächtige soll nach Angaben der Polizei auch im „erheblichen Umfang“ mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. „Das war eine Feststellung, die sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben hat“, sagte eine Sprecherin der Polizei.