Uni-Archiv Greifswald sucht alte Brigadebücher aus DDR-Zeit
Uni-Archiv sucht alte Brigadebücher aus DDR-Zeit

Das Archiv der Universität Greifswald möchte seinen Bestand erweitern und besser zugänglich machen. Im Fokus stehen schriftliche und bildliche Zeugnisse aus der Zeit zwischen 1945 und 1989.

Aufruf zur Abgabe von Brigadebüchern

Archivarin Elisabeth Heigl rief bei einem Vortrag der Reihe „Universität im Rathaus“ dazu auf, alte Brigadebücher von Universitäts-Kollektiven aus der DDR-Zeit ins Archiv zu bringen. Auch Nachlässe von Mitarbeitenden, insbesondere von Frauen, könnten das Archiv als „Gedächtnis der Universität“ bereichern. Derzeit gibt es 83 Nachlässe männlicher Wissenschaftler, aber nur einen von einer weiblichen Forscherin.

Öffnungszeiten und Digitalisierung

Das Archiv in der Greifswalder Baderstraße ist an drei Tagen in der Woche geöffnet. Durch Digitalisierung sollen die Unterlagen verfügbar und für die Forschung nutzbar gemacht werden. Das Archiv bewahrt das „öffentliche Schriftgut der Gesellschaft“, so Heigl. Es steht allen offen, etwa für Nachforschungen zu Häusern, Grundstücken und Nachfahren mit Bezug zur Universität. Es sei eine wichtige Grundlage für die Identität der Stadt Greifswald.