Daniel Peters ist der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern. Der 45-jährige Politikwissenschaftler führt seit 2024 sowohl die Partei als auch die Landtagsfraktion. Er steht für einen personellen Neuanfang der Konservativen im Nordosten.
Werdegang und politischer Aufstieg
Peters wurde 1981 in Rostock geboren und studierte Demografie und Neuere Geschichte. Elf Jahre lang arbeitete er für den langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg und sammelte parallel kommunalpolitische Erfahrung. Bei der Landtagswahl 2016 verpasste er zunächst den Einzug in den Landtag, rückte aber 2020 nach dem Rücktritt von Vincent Kokert nach. Von 2022 bis 2024 war er Generalsekretär der Landes-CDU.
Profil und Kritik
Innerhalb der Partei gilt Peters als kommunikationsstark und sicher im Auftreten. Er wird als Vertreter einer jüngeren Generation gesehen, die die CDU programmatisch erneuern soll. Manche Parteifreunde bemängeln jedoch, ihm fehle ein stärker erkennbares persönliches Profil. Politische Wettbewerber werfen ihm gelegentlich einen zugespitzten Sprachstil vor.
Inhaltliche Positionen
Inhaltlich grenzt Peters die CDU sowohl von der Linken als auch von der AfD ab. Die Linke bezeichnet er wiederholt als „Fall für den Verfassungsschutz“, die AfD als wirtschafts- und wohlstandsfeindliche „Chaostruppe“. Mit Formulierungen wie „rot-roter Niedergang“ und „blauer Untergang“ wirbt er für die CDU als Kraft der Mitte und schließt eine Zusammenarbeit mit den politischen Rändern aus.
Programmatisch verbindet Peters konservative Positionen mit einem Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Standortpolitik. Zu seinen Kernthemen zählen die Stärkung der inneren Sicherheit, eine leistungsfähige Bildungs- und Gesundheitsversorgung sowie die Entlastung von Unternehmen und Bürgern. Er fordert unter anderem eine Aussetzung der CO2-Abgabe zur Senkung der Kraftstoffpreise, einen konsequenten Bürokratieabbau, eine schlankere Landesverwaltung und eine stärkere Digitalisierung staatlicher Prozesse. Gleichzeitig hält er eine Minderheitsregierung nach skandinavischem Vorbild grundsätzlich für ein mögliches Modell in Mecklenburg-Vorpommern.