Hafen Rostock: Neue Gleisanlage ermöglicht längere Züge und mehr Abfahrten
Hafen Rostock: Neue Gleise für längere Züge und mehr Abfahrten

Nach 14 Monaten Bauzeit ist die neue Gleisanlage im Rostocker Überseehafen in Betrieb genommen worden. Der Hafenbetreiber Rostock Port meldet den Abschluss der Erweiterung um 80 Meter Gleis im KV-Terminal (Kombinierter Verkehr). Am Dienstag, 1. September, wurde dies gemeinsam mit Euroports Germany, Rostock Trimodal sowie weiteren Akteuren aus der Schienengüterverkehrsbranche und den beteiligten Bauunternehmen gefeiert.

Gleisnetz im Rostocker Hafen um 80 Meter erweitert

Die Arbeiten für die Gleiserweiterung um 80 weitere auf nun insgesamt 680 Meter waren bereits im Juli abgeschlossen worden. Diese Erweiterung ermögliche „es Zugbetreibern fortan, auf fünf Gleisen längere Züge unter den beiden Portalkranen in Rostock abzufertigen. Aufwendige Zugteilungen reduzieren sich dadurch erheblich“, informiert Christian Hardt, Sprecher von Rostock Port.

KV-Terminal seit mehr als zwei Jahrzehnten in Betrieb

Das KV-Terminal im Überseehafen wird seit mehr als zwei Jahrzehnten durch Rostock Trimodal betrieben. Aus einer ersten Verbindung nach Verona in den 1990er-Jahren hat sich ein fester Bestandteil des Ladungsaufkommens entwickelt. Dazu beigetragen hat laut Rostock Port auch die positive Entwicklung des Fähr- und RoRo-Verkehrs im Hafen. Aktuell fahren wöchentlich bis zu 44 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (19) und Padua (6) in Italien, Bratislava (5) in der Slowakei, Oradea (2) in Rumänien sowie Karlsruhe (3), Dresden (5), Herne (3) und Halle (1) in Deutschland.

Zukunftsaussichten für den Intermodalsektor

„Rostock Port wird auch zukünftig die notwendigen infra- und suprastrukturellen Voraussetzungen für die marktgerechte Entwicklung des Intermodalsegments schaffen“, sagt Rostock Port-Geschäftsführer Gernot Tesch. Die nun fertiggestellte Gleisverlängerung schaffe die Möglichkeiten, „die Zahl der wöchentlichen Abfahrten signifikant zu steigern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Fähr- und RoRo-Verkehrs abzusichern“, so der Geschäftsführer.