Timo Senßfelder produziert Bio-Eier in Fahrenwalde
Bio-Eier aus Fahrenwalde: Junglandwirt startet Produktion

Seit fünf Jahren bewirtschaftet Timo Senßfelder einen Bio-Agrarbetrieb in Fahrenwalde. Nun hat der 31-Jährige einen mobilen Hühnerstall angeschafft, um Bio-Landeier zu produzieren. Der 18 Meter lange Stall steht nahe des Ortsteils Karlsruh und bietet Platz für 449 Legehennen der Rasse Sandy vom Geflügelzuchtbetrieb Lohmann.

Glückliche Hühner auf dem Bio-Acker

Auf der Fläche picken die Hühner angebauten Bio-Weizen und Rotklee. „Das ist doch herrlich, oder? So sehen glückliche Hühner aus“, sagt Senßfelder. Etwa sechs bis acht Wochen wird das mit einem Zaun gesicherte Areal reichen, dann wird der Stall umgestellt. Die Hühner legen cremefarbene Eier. Wegen der Stallgröße ist die Anzahl der Tiere laut Bio-Richtlinie auf diese Menge begrenzt. Im Außenbereich müsse die Auslauffläche mindestens vier Quadratmeter je Huhn betragen.

Vermarktung über Automaten und Hofverkauf

Für die Vermarktung hat Senßfelder den befreundeten Landwirt Christoph Komnick mit ins Boot geholt. Komnick, der in der MVB Fahrenwalde arbeitet und in Rollwitz zu Hause ist, hat bei Spikys Grill an der Bundesstraße 109 in Rollwitz einen Verkaufsautomaten aufgestellt. Der Automat fasst 60 Packungen zu je zehn Eiern. Eine Packung kostet 4,50 Euro und kann mit Karte oder Bargeld bezahlt werden. Eier werden auch auf dem Hof von Senßfelder in Fahrenwalde verkauft.

Automatischer Stallbetrieb

Die Arbeit mit dem mobilen Stall hält sich laut Senßfelder in Grenzen. Einmal pro Woche müsse Wasser nachgefüllt werden – rund 120 Liter pro Tag. Ansonsten laufe alles vollautomatisch: Lüftung, Öffnen und Schließen der Luken, Kot-Entsorgung, Eiertransport auf einem Rollband und Licht-Steuerung. Letzteres sei wichtig, um eine optimale Legeleistung von 90 Prozent zu erreichen. „Wir hatten erst auch Zweifel. Aber die Hühner gehen um 22 Uhr pünktlich und ohne Probleme in den Stall“, so der Landwirt.

Förderung und Zukunft

Gefördert wurde der Stall über das Agrarinvestitionsprogramm des Landes, das Senßfelder als Junglandwirt noch in Anspruch nehmen konnte. Eine Option ist noch die Lieferung an den Handel, etwa an Edeka. Dazu müssten aber über den eigenen Verkauf hinaus ausreichend Eier produziert werden. „In einem Jahr kann man vielleicht mehr dazu sagen“, meint Senßfelder und hofft, dass das Bio-Eier-Geschäft „made in Fahrenwalde“ aufgeht.