Die Schweizerin Monica Rieser verbringt erneut den Sommer in Mecklenburg-Vorpommern. In Loitz an der Peene hat die 71-Jährige schon vor einem Jahr Station gemacht und wurde nun von Bekannten erwartet. „Wir gehen wieder zusammen Boot fahren, die Peene hinauf Richtung Demmin, werden im Hof vom KulturKonsum Kaffee trinken“, war von ihren Bekannten zu hören.
Veränderung seit dem ersten Besuch
Die heute 71-Jährige wirkt entspannt und sonnengebräunt. Doch seit dem Sommer 2025 hat sich etwas verändert: „Ich bin bei mir angekommen, habe das Gefühl, meine Seele ist mir hinterher gereist und nun wieder an meiner Seite“, beschreibt sie ihr Lebensgefühl. Seit 2023 fährt sie immer wieder mit einem Wohnmobil durch Europa. „Es macht mir große Freude, von meiner Heimat aus auf Tour zu gehen. Ich lerne immer wieder neue Menschen kennen, viele verschiedene, es ist so spannend“, erzählt sie.
Heimat und Heimweh
Auf die Frage nach Heimat antwortet Monica Rieser: „Meine Heimat bleibt die Schweiz, aber ich fühle mich an vielen Orten Zuhause.“ Das Gefühl von Heimweh kenne sie noch, habe es aber nach dem Tod ihres Mannes neu definiert. „Ich bin nun angekommen in dieser neuen Phase meines Lebens. Ich bin gut damit, so wie es momentan ist“, sagt sie.
Nächste Ziele offen
Die 71-Jährige genießt es, von Tag zu Tag zu entscheiden. „Ich weiß noch nicht genau, wann ich aus Loitz abfahre und wohin es geht. Vielleicht nach Bayern, in die Berge. Ich liebe die Berge und muss, wenn ich einen sehe, ihn auch besteigen – einen kleinen, versteht sich.“ In Spanien habe sie eine Familie aus Deutschland kennengelernt und Freundschaft geschlossen.
Verbundenheit mit der Natur
„Ich bin zwar allein, aber nie einsam“, sagt die Schweizerin. Die Liebe zur Natur und zum sanften Tourismus verbinde sie mit den Menschen in Loitz. Auch die Verbindlichkeit schätze sie: „Verabredungen werden getroffen und eingehalten.“
Positive Veränderungen in Loitz
Monica Rieser hat positive Veränderungen in der vorpommerschen Provinz wahrgenommen: „Einige Häuser sind nicht mehr grau, sondern wurden herausgeputzt. Das steht der Stadt gut.“ Im neuen Restaurant HeimaRt am Loitzer Markt habe sie hervorragend gegessen und werde bestimmt noch einmal dort einkehren.
Auf die Frage, ob man sich im Sommer 2027 wiedersehe, antwortet sie: „Wer weiß, mal sehen.“ Sie verabschiedet sich am Eingang zum Loitzer Campingplatz „Amazonascamp“, ihrem Zuhause auf Zeit.