Aldi Südstadt Neubrandenburg: Eröffnung erst am 1. Oktober
Aldi Südstadt öffnet erst am 1. Oktober

Der Aldi-Markt in der Neubrandenburger Südstadt soll am 1. Oktober wiedereröffnet werden. Das teilte das Unternehmen auf Nordkurier-Anfrage mit. Der Termin sei „nach aktuellem Stand nicht gefährdet“. Damit wäre der Markt knapp elf Monate geschlossen – deutlich länger als ursprünglich geplant.

Mehrere Termine verstrichen

Als Aldi die Filiale in der Wilhelm-Külz-Straße am 5. November 2025 für die Modernisierung schloss, war die Wiedereröffnung für Ende Mai 2026 vorgesehen. Im Juni erklärte das Unternehmen, die Eröffnung sei nun für Juli geplant. Auch dieser Termin wurde nicht eingehalten. Aus Ende Mai wurde also zunächst Juli und nun der 1. Oktober.

Die lange Schließung ist für viele Anwohner beschwerlich. Eine Leserin hatte sich im Namen mehrerer Nachbarn an den Nordkurier gewandt und gefragt, wann der Markt „endlich wieder eröffnet“. Besonders ältere Bewohner seien betroffen, da eine nahe Einkaufsmöglichkeit fehle.

Gründe für die Verzögerung

Als Ursachen nennt Aldi den ungewohnt langen Winter. Wegen Bodenfrost hätten Gründungsarbeiten sowie Erd- und Betonarbeiten nicht wie geplant ausgeführt werden können. Zudem wich der tatsächliche Verlauf einer Leitung auf dem Grundstück von den vorhandenen Unterlagen ab. Deshalb hätten ein Bauabschnitt und die dazugehörige Statik neu geplant werden müssen. „Ohne die geprüfte Statik konnten wir nicht planmäßig mit dem Anbau beginnen“, erklärt das Unternehmen. In einer früheren Stellungnahme hatte Aldi die betroffene Leitung als Fernwärmeleitung bezeichnet.

Warum der für Juli angekündigte Termin erneut nicht gehalten werden konnte, erklärt Aldi in seiner Antwort nicht. Das Unternehmen nennt nur die bereits bekannten Ursachen für die Verzögerungen des gesamten Bauvorhabens.

Arbeiten laufen noch

Auf der Baustelle gehen die Arbeiten sichtbar voran. Laut Unternehmen laufen derzeit Arbeiten am Innenausbau und an der Fassade sowie Restarbeiten an der Stellplatzanlage. Erst wenn diese abgeschlossen sind, kann die Filiale mit Waren bestückt werden.

Die lange Bauzeit betrifft auch andere Geschäfte im selben Gebäudekomplex, darunter eine Apotheke und zwei Arztpraxen. Im Frühjahr hatten die Apothekerin und ein Hausarzt über zeitweise gesperrte Parkplätze, erschwerte Zugänge und Baulärm während der Sprechzeiten geklagt. Aldi hatte damals um Verständnis für die Einschränkungen gebeten.

Einkaufssituation in der Südstadt

Mit der Wiedereröffnung würde sich die Einkaufssituation im Viertel entspannen. Derzeit ist der Rewe an der Neustrelitzer Straße der einzige größere geöffnete Lebensmittelmarkt in der Südstadt. Dessen Tage in seiner jetzigen Form sind allerdings gezählt: Die Stadtvertretung hat am 18. Juni einstimmig beschlossen, das Planverfahren für einen Ersatzneubau einzuleiten. Vorgesehen ist ein neuer Markt mit rund 1850 Quadratmetern Verkaufsfläche. Wann der bestehende Rewe geschlossen und abgerissen wird, steht noch nicht fest.

Wenn der Aldi am 1. Oktober wieder öffnet, sollen Kunden einen grundlegend erneuerten Markt vorfinden. Das Gebäude wurde erweitert und komplett saniert. Hellere und breitere Gänge sollen mehr Platz schaffen und die Warenpräsentation verbessern. Das Sortiment soll sich nicht verändern, auch die Öffnungszeiten von Montag bis Samstag jeweils 7 bis 20 Uhr bleiben bestehen.